| Wir sind von Pokhara aus gestartet. Am Vorabend haben wir uns noch einen "Porter" (Führer und Träger) genommen. Sein Name ist Gaam, ist 24 Jahre und Vater einer Tochter. Am ersten Tag ging es mit dem Taxi nach
Milanchok, wo der Einstieg zu unserer Tour war. Wolken und Nebel zogen auf, aber zwischendurch kam immer wieder Sonne,
sodass wir die Berge und die Reisfelder und
Rhododendrenwälder bestaunen konnten. Unser Nachtlager schlugen wir in Landrung auf. Wir haben stets in Teehäusern übernachtet, die zwar spartanisch aber doch ausreichend ausgestattet sind. Essen und Getränke gab es in ausreichender Menge während der Tour, somit
mussten wir außer einer Wasserflasche für unterwegs nichts mitnehmen.
Am 2. Tag ging es nach Chomrong, von wo es einen herrlichen Ausblick auf den Annapurna South und Macchu Pucchare gibt. Es ging ständig bergab und bergauf, von 1.640 m auf 1.340 m runter dann wieder bis 2.200 m und wieder runter. Die vielen Stufen tun ihr Übriges. 
ABC - 4.200 m Am 3. Tag verließen wir die fest besiedelten Gebiete, und
gingen bis zum "Himalayan Hotel"
(2.870m). Es ist nicht wie der Name fälschlicher Weise sagt ein Hotel dort anzutreffen, sondern Berghütten. Der Weg dorthin war zum Teil recht mühsam. Es ging durch einen Bambuswald, wo ständig Wurzeln, rutschige Erdstellen, zum Teil knöcheltiefe Schlammstrassen und so fort auf uns warteten. Aber ab "Bamboo" gibt es wieder "alpine" Wege, die leichter zu begehen sind. |
| Der 4. Tag brachte uns zum Tourenziel, dem "Anapurna Basecamp", kurz "ABC"
genannt. Der Aufstieg war wunderbar. Bei Sonnenschein ging es nun bis auf 4.130 m rauf. Links und rechts, vor und hinter Dir 6.000er,
7.000er und eben ein 8.000er. Ab einer Höhe von 3.700 m spürt man die dünne Luft, und die Bewegungen werden etwas
bewusster gesetzt, aber Anzeichen einer Höhenkrankheit (Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwäche, etc.) kam nicht auf. Zu Mittag kamen zwar regelmäßig immer wieder Wolken, aber bis zu diesem
Zeitpunkt ist die Bergwelt einfach überwältigend. Die mächtigen Gletscher mit den Geräuschen, wie sie "kalben" - einfach fantastisch!Der 5. Tag begann mit einem Sonnenaufgang wie man es nur oben erleben kann. Nun ging es wieder bergab. Und wir gingen bis nach Sinuwa auf 2.340 m den gleichen Weg retour. Die nächste Nacht verbrachten wir wieder in Chomrong, und danach in Ghandrung. Ab diesem Zeitpunkt befanden wir uns wieder in "kultiviertem Ackerland" mit den wunderschönen
Terassenfelder und den stets freundlichen Nepali. Am 8. Tag gingen wir bis Naya Phul, und es war ein fantastischer Marsch durch die Felder und Dörfer. Leider ging unsere Tour nun zu Ende. In diesen 8 Tagen gingen wir 4.440 m rauf, 5.145 m runter und bewältigten 74,8 km in 46:35 Stunden Gehzeit. 
Höhendiagramm
Literaturhinweis: Lonely Planet: Indian Himalaya
|