
Sobald man sich auf Urlaub
begibt, ist man ein begehrtes Objekt für diverse Diebe, Betrüger, etc.. Denn
im Urlaub hat man im Regelfall einen größeren Geldbetrag, Kreditkarten und
Dokumente bei sich. Alles verlockende Dinge. Aber auch Kameraausrüstungen sind
leicht zu Bargeld zu machen. Daher sollte man einige Grundregeln beim
Reisen beachten.
Prinzipiell möchte ich anmerken, dass man sich durch all zuviel Sicherheitsgedanken nicht den Urlaub vermiesen lassen sollte. Wichtig ist auf jeden Fall, sich vor Antritt der Reise zu erkundigen, wie es in diesem Land ist bzw. in welchen Gegenden erhöhte Kriminalität und welcher Art auftritt. Diese Infos erhält man in Reisehandbüchern, beim Außenministerium und durch Berichte anderer (aber bitte nicht solcherart wie „...der Bruder eines Freundes hat erzählt, dass ...“).
Vor der Reise
Einen Notfallszettel anlegen und immer bei sich tragen
in englischer Sprache (evtl. in der Sprache des Urlaubslandes)
Name, Staatszugehörigkeit,
Vertretungsbehörde (Botschaft, Konsulat) im Urlaubsland, Adresse und Telefonnummer
Kontaktperson zu Hause (Name, Telefonnummer - Handy, Büro!)
diese Person natürlich vorher informieren
und sollte auch tatsächlich erreichbar sein
englisch sprechen
organisatorisches Talent besitzen
und eventuell Geld auslegen können (Falls Kautionszahlung notwendig ist. Kautionszahlungen sind oftmals notwendig bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden. In vielen Fällen wird nämlich der ausländische Fahrzeuglenker wegen „Fluchtgefahr“ automatisch in das Gefängnis gesteckt. Und eine Zelle in z. B. Indonesien ist sicher kein Urlaubs-Highlight. ).
PLANUNG
Wir sind schon öfters in Ländern gewesen, wo Bürgerkrieg o.ä. herrschte (z.B.: Sri Lanka). Trotzdem haben wir diese Länder sehr genossen. Natürlich sind wir nicht in die Gegenden gefahren, wo es Kampfhandlungen gab, bzw. haben die Hauptstadt gemieden (Anschlagsgefahr).
Sich bewusst machen, welche Art von Kriminalität einen dort erwartet und Gegenstrategien entwickeln. Z. B. in Rom ist es bekannt, auch ein Arbeitskollege hat mir davon berichtet, dass Gruppen von Zigeunerfrauen mit Kindern einen umkreisen und nachher oftmals die Geldbörse weg ist. Mir war dies bewusst, und als mich so eine Gruppe einkreiste, waren meine Hände genau dort, wo mein Geld war und bin rasch durch die Gruppe gedrängt und nach der Polizei gerufen – die Gruppe ist schnell weitergegangen und mir hat nichts gefehlt. Aber solche Strategien muss man vorher festlegen.
DOKUMENTE
von allen Dokumenten eine Kopie anfertigen und getrennt vom Original aufbewahren (wichtig für die Wiederbeschaffung)
auch von Flugtickets Kopien anfertigen
Originaldokumente in Hotelsafe deponieren
Außerhalb des Hotels den Führerschein als Ausweis mitnehmen. Man kann sich ausweisen und, sollte doch alles gestohlen werden, kann man trotzdem problemlos mit dem Pass ausreisen.
Notizzettel mit allen Kreditkartennummern und Notrufnummern anfertigen und getrennt von den Originaldokumenten aufbewahren
GELD
einen Mix aus Bargeld (Dollar), Travellercheques und Kreditkarte
Bargeld immer aufteilen: große Summen und Schecks am Körper (Socken, Körpertasche), mittlere Beträge in der Geldbörse, kleiner Beträge im Hosensack (für Fahrkarten und Kleinigkeiten für unterwegs - Eis, etc.)
UNTERWEGS
Slums meiden
einsame dunkle Strassen/Plätze meiden
Selbstbewusstes auftreten (der „Hilfe, ich kenne mich nicht aus - Blick" ist für Diebe ein sicheres Signal für ein leichtes Opfer)
wenn man sich doch verirrt hat, in das nächste Lokal gehen und bei einem Drink sich orientieren bzw. die Exekutive aufsuchen
AUTO
alle Türen verschlossen halten
keine Autostopper mitnehmen
Wenn man zu Unfällen auf einsamen Strassen kommt, weiterfahren/umkehren und im nächsten Ort der Exekutive melden
Dies sind meine Erfahrungen und die von anderen zusammengefasst. Aber wie ich schon eingangs erwähnt hatte, nicht vor lauter Sicherheitsdenken auf den Urlaub vergessen!
Noch ein Wort: Uns ist bereits 4mal die Geldbörse geklaut worden, einmal in der Dominikanischen Republik und 3 mal in ... Wien! Deswegen käme ich auch nicht auf die Idee, Wien als unsichere Stadt zu bezeichnen.