
Im Zuge unseres Ecuadorurlaubes verbrachten wir auch eine Woche rund um Galapagos. Diese Inseln sind einmalig auf der Welt. Abgeschieden von den üblichen Reise- und Handelsrouten konnte sich die Tier- und Pflanzenwelt endemisch entwickeln.

Wir buchten eine Kreuzfahrt auf der "Sullivan". Die "Sullivan" bietet Platz für 16 Passagiere plus Besatzung. Gebucht hatten wir dies bei unserer Vermieterin Paula in Quito und bezahlten dafür US$ 580,- p.P.. Dazu kommt noch der obligatorische Eintritt von US$ 100,- und der Flug (hin/retour US$ 400,-).
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| über 25 Jahre im Einsatz | "unsere" Sullivan |

Zwar kein billiges Unterfangen für eine Woche, aber wir trauern keinem Dollar nach. Man bekommt sehr viel zu Sehen für das Geld. Neben der Schiffscrew die sowohl für die Sicherheit als auch für das Essen sorgte, war unser Guide Luis an Board. Luis, der eine Ausbildung auf der Darwinstation hinter sich hatte, war äußerst kompetent und hatte auch auf die ausgefallensten Fragen eine Antwort. Dies ist auf unseren Reisen nicht immer so gewesen.
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Plaza Sur |
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Nach der Landung auf Baltra ging es gleich auf das Boot. Nach kurzer Unterweisung und Beziehen der Kabinen ging es sofort zum ersten Ziel. Auf der kleinen Insel Plaza Sur wurden wir gleich einmal beeindruckend empfangen. Überall lagen Echsen (berühmt sind vor allem die Meerechsen), Seelöwen und viele andere Tiere und scherten sich überhaupt nicht um die Menschen um sie herum.

![]() Baby-Sealion |
![]() Sally Lightfoot Crab |
![]() Meerechse |
![]() Landechse |
Unterwegs begleiteten uns oft die Fregattvögel.

Die nächste Station am Folgetag -
gereist wurde immer in der Nacht und unter Tags gab es die Touren - war San
Cristobal. Hier konnten wir Riesenschildkröten beobachten. Auf San Cristobal gab es auch eine "Wet landing". Auf Galapagos unterscheidet man täglich
ob man trockenen Fußes die Insel betreten kann, also ein "Dry landing" oder eben
wo man noch ein Stück durchs Wasser muss, eben der "Wet landing". Neben den
Schildkröten konnten wir bereits die ersten "Bluefooted Boobies", eineTölpelart,
beobachten.



Am 3. Tag landeten wir auf Espanola. Neben den inzwischen schon zur Gewohnheit gewordenen Seelöwen und den Echsen sahen wir hier von der Vogelwelt besonders viel. Neben den bereits erwähnten "Bluefooted Boobies" sahen wir die Mocking Birds, die Wasser aus extremer Entfernung riechen können, einen Galapagos Bussard, die "Masked Boobies", Verwandte der "Bluefooted", Albatrosse und die kleineren Echsen, die "Lava Lizards".
![]() Bluefooted Boobies |
![]() Lavalizard |
![]() Blowing Horn |
![]() balzend - Marine Iguana |
Es sind nicht nur die Tiere, die alles so interessant gestalten, sondern vor allem die Nähe, in der man an sie herankommt. Einen halben Meter neben dir ist das Nest mit den brütenden Vögeln und die Küken die aus dem Nest watscheln, das ist so beeindruckend!
![]() zuerst wird geturtelt .. |
![]() Eier gelegt ... |
![]() danach gebrütet ... |
![]() und zum Schluss das Ergebnis! |
Nach einem Schnorchelausflug, das Wasser war zu diesem Zeitpunkt recht kühl, ging es zur wunderschönen Gardnerbay. Ein weißer Traumstrand zum Baden (leider war es dazu etwas zu kühl). Natürlich ist man auf diesem Strand nicht allein - es gab einige Seelöwen die ebenfalls an dem Strand Gefallen fanden.
![]() weißer Sandstrand |
![]() die eigentlichen Besitzer des Strandes |
![]() Spiel |
![]() Robinson? |
Beim Schnorcheln sieht man hier kaum die typischen kleinen bunten Korallenfischchen, sondern eher größere Fische. Neben dem Trompetenfisch und Kofferfisch noch etliche andere. Natürlich auch Haie und Schildkröten.
Am nächsten Morgen ankerten wir vor Floreana. Hier sind 2 nette Strände in Fußweite zu erkunden und dazwischen liegt ein kleiner See mit Flamingos. Etwas weiter entfernt befindet sich die "Post Office Bay". Hier hinterließen die Seefahrer Nachrichten für andere Schiffe bzw. Post für zu Hause. Die Schiffe, die sich auf diesem Weg befanden, nahmen die Post mit. Diese Tradition wird auch heute noch von den Touristen gepflegt.
![]() Strand von Floreana |
![]() Flamingos |
![]() Postamt |
Danach ankerten wir für 2 Tage vor der Hauptstadt Galapagos', Puerto Ayora auf Santa Cruz. Neben der Darwinstation und Zeit zur freien Verfügung, machten wir auch einen Landausflug zu den Schildvulkanen im Inneren. Neben dem Krater besuchten wir auch Lavatunnels, die sich bei der Entstehung der Insel gebildet hatten.
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Auf der Darwinstation
"Ungeheuer" |
![]() "Raubtierfütterung" |
![]() Lavatunnel |
![]() Vermillion Flycatcher |
Auch einen Abstecher zur Tortuga Bay, wo wir mit den Beibooten durch die Mangroven fuhren, gehörte dazu. Hier konnten wir unsere ersten Rochen (gleich im Rudel) sehen. Ebenso Wasserschildkröten und die kleineren "White Dip Sharks". Einige Reiher und die Tölpel waren ebenso zu sehen.
![]() Reiher |
![]() Lagune |
![]() White Dip Shark |
Auf der Fahrt zu unserem nächstem Ziel
Bartolomé, der einzigen Fahrt die wir unter Tags durchführten, konnten wir Delphinen zusehen,
die knapp vor dem Schiffsbug spielten. Auch Wale
wurden gesichtet.
Bartolome, markant durch seine Felsnadel, "Pinnacle", ist eine kleine Insel. Hier gibt es nette Stellen, wo mit den Seelöwen getaucht werden kann. Spielerisch tauchen sie unter dem Schnorchler durch, schwimmen direkt auf dich zu um einige Zentimeter vor dir abzudrehen - einfach köstlich. Man muss aufpassen, vor lauter Lachen nicht Wasser zu schlucken. Auch Pinguine waren hier zu sehen.

Nach einer Wet Landing ging es über eine Düne zu einer anderen Bucht. Hier kamen bis auf einen Meter die White Dip Sharks, Rochen, Wasserschildkröten und auch ein Seepferdchen heran.
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Berühmt ist Bartolome vor allem wegen seinem atemberaubenden Sonnenuntergang über die "Sullivan Bay" vom höchsten Punkt der Insel, auf 114m. Am Weg zu diesem Aussichtspunkt durchwandert man eine bizarre Vulkanlandschaft mit Tuffgestein und "Pionierpflanzen" (nennt man deswegen so, weil sie die ersten sind, die auf kargem Boden gedeihen können).
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Auf der Insel Santiago spazierten wir über ein Lavafeld. Die schön geschwungenen Lavaströme sind noch deutlich zu erkennen und auch die einzelnen Farne (Pionierpflanzen) geben einen Einblick in die Natur des ewigen Kreislaufes wider.
| Lavalandschaft | |
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Genovesa - das war DIE Vogelinsel für uns schlechthin. Am Weg dorthin überquert man den Äquator. In der Darwin Bay, einem erodierten Schildvulkan der bereits überflutet ist, ankerten wir. Schon auf den ersten Metern kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Bluefooted Boobies, Redfooted Boobies, Masked Boobies, Fregattvögel, Swallow Tailed Gulls (schlicht Möwen). Auch von den Aktivitäten her ist es sehr überwältigend: hier sieht man noch ein Elternpaar, das ihr Junges füttert und im nächsten Moment wird ihr Junges von einem Fregattvogel geraubt und gleich verschlungen. Ein paar Meter weiter sieht man die Paarung der Boobies, die nie länger als 5 Sekunden dauert.
![]() Redfooted Boobi |
![]() Möwe |
![]() Fregatte Vogel |
In der Bucht schnorchelten wir auch an verschiedenen Stellen. Neben den großen Fischen und Schildkröten konnte ich u.a. auch einen Trompetenfisch und Kofferfische entdecken. Auch ein leerer Schildkrötenpanzer war am Grund zu sehen.
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![]() Fregattebird |
Bluefooted Boobie
Bei der Ausstiegsstelle zu den "Prince Philipp Steps" erlebten wir, neben den Vögeln (eh klar), auch einen wunderschönen Sonnenuntergang.
![]() Bluefooted mit Küken |
![]() Gerlinde unter einem Jungen Boobie |
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kurze Paarung |
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Fütterung in der Abendsonne |
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Die letzte Insel unserer Kreuzfahrt war Seymour Island. Hier erwartete uns vor allem der Prachtfregattvogel, der bekannt ist für seinen aufgeblasenen roten Kehlsack . Dieser wird in der Paarungszeit von den Männchen aufgeblasen - je größer der Kehlsack um so größer auch die Chancen bei den Weibchen.
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Danach ging es wieder zurück zur Insel Baltra, wo bald unser Flieger eintraf und wir wieder von dieser einzigartigen Welt weg mussten.

Galapagos vom Weltall aus
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