
Wir sind in Quito mit der KLM angekommen. Ein Quartier war schnell am Flughafen gefunden. Hier gibt es einen Counter, der kostenfrei Zimmer vermittelt und auch ein Taxi dorthin organisiert. Die Taxikosten übernahm unser Quartier, Casa Helbling in der Neustadt.

Ich denke, dass dies so üblich ist, wenn man etwas länger bleibt. Wir hatten am Flughafen 3 Tage angegeben. Auch generell war es im Land nie schwierig, ein Zimmer zu bekommen.
In Ecuador ist offizielles Zahlungsmittel der US-Dollar. Wir hatten etwas Bares, Travellercheques (die problemlos in Banken, aber auch bei den Zimmervermietern und bei den Touroperators akzeptiert werden) und Kreditkarten. Bei den Kreditkarten ist es etwas schwieriger. In Restaurants und Geschäften ist es kein Problem, zur Bezahlung von Zimmern und Touren werden diese nicht gerne angenommen oder nur mit bis zu 12% Aufschlag! Also eher genügend Travellercheques mitnehmen.
Mit diesem Quartier hatten wir einen Volltreffer gelandet. Es war recht günstig, nahe zu den Touroperatoren und zu vielen Lokalen (ca. 5 Minuten Fußmarsch entfernt), aber auch mit vielen Tipps wurden wir hier versorgt (Danke Paula!). Wir buchten hier auch unsere Galapagos Tour zu einem wesentlich günstigeren Preis, dazu aber später.
Quito bietet neben den organisatorischen Erledigungen vor allem in der Altstadt einige sehenswerte Gebäude. Etliche Kirchen, Märkte und ganz einfach das Treiben hier genießen.
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Plaza Major |
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Blick auf die Neustadt Quitos |
Auf seine Wertsachen sollte man hier acht geben, da die Taschendiebe sehr tüchtig sind (siehe auch Sicherheit). Sogar unserem Guide am Illiniza hatten sie hier seine Berguhr gestohlen!
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Virgen de Quito |
Eine sehr schöne Aussicht hat man vom Panecillo mit der unübersehbaren "Virgen de Quito" auf die Altstadt Quitos. Von der Altstadt führt zwar ein Weg hinauf, aber sowohl in der Literatur wird davon abgeraten (Überfälle) als auch von Reisenden wurde uns berichtet, dass sie grob belästigt wurden. Ein Taxi von der Altstadt hinauf mit einer kurzen Wartezeit oben kostete uns $ 3,-.
Quito besteht aber nicht nur aus der Altstadt, sondern auch einem sehr modernen Viertel mit etlichen Hochhäusern, Prachtstrassen, Luxusshoppingcentern und auch einem sehr zuverlässigen Oberleitungsbussystem.

In 2 Tagen hat man die Highlights Quitos gesehen und kann sich dann dem Umland widmen. Ein Muss ist auf jeden Fall der Indigenia*-Markt von Otavalo, nördl. v. Quito. Mit einem Bus kommt man recht gut hin, Fahrtzeit ca. 3 Std., also ein Ganztagesausflug, der sich lohnt. Bunte Stände und freundliche Leute, die ihre Waren anbieten und zum Handeln einladen. So manches Souvenir wird hier erstanden.
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| Handwerk |
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| Teppiche |
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| Otavalena |
Als Vorbereitung auf die 5.000er war eine Wanderung am Pasachoa (4.200 m) angesagt. Mehr darüber auf der Bergsteigerseite.
Nach unserer Bergtour auf den Illiniza legten wir Erholungstage in Banos ein.
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Banos - inmitten der Berge |
Banos, das Tor zum "Oriente", dem Amazonasurwald, ist ein netter Ort zum Relaxen, umgeben von den Anden. Aber auch Aktivitäten wie Bergsteigen, Reiten, Mountainbiken und Raften sind hier in den zahlreichen Büros zu buchen.
| Biketour |
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Am Fuße des hochaktiven Vulkans Tungurahua (im Herbst 1999 waren die Aktivitäten so stark, dass die Stadt evakuiert wurde und eine Zeit lang Sperrzone war) entwickelte sich die Stadt dank der warmen Quellen zu einem Kurort. Die heißen Quellen sind ideal, um die müden Glieder wieder zu neuem Leben zu erwecken. Auch das Ambiente ist recht beschaulich, ruhig und mit vielen Lokalen.
Nebenbei ist Banos auch ein Wallfahrtsort mit der Basilika "Santuario de la Virgen" als Ziel für viele Gläubige. Mit etwas Glück finden am Wochenende einige Prozessionen mit Knallkörpern und Musik statt.
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Kathedrale von Banos |
Ausprobieren sollte man auf jeden Fall einen frisch gepressten Zuckerrohrsaft. Wer extrem Süßes mag, kann auch den "Afenique"-Teig mal probieren, einem picksüssen Mandelölteig. Den ganzen Tag können die Männer beobachtet werden, wie sie den Teig am Türstock über einen Holzhaken schlagen und ziehen.
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Afeniquateig |
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Zuckerrohrsaft |
| Eine schöne Aussicht auf Banos hat man nach einem ca. 1 stündigen Spaziergang zum "Mirador", einer Heiligenstatue. Auch vom, in der Nacht beleuchteten, Kreuz "Bellavista" hat man einen wunderschönen Blick auf die Stadt. Beide Wege sind sehr steil, wir sind nach dem "Mirador" hinter einer Absperrung einen Waldweg gegangen der sehr nett war. Vorbei an kleinen Bauernhäusern und dem Berghang abgewonnen kleinen Beeten und Feldern. |
Ausblick vom "Mirador" |
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Wir machten einen 4stündigen Pferdeausritt zu einem Bergdorf in der Umgebung Banos. Die Pferde, touristengewöhnt, trabten durch die nette Hochlandschaft der Anden, vorbei an Wasserfällen, Äckern und durch den Wald. Leider überraschte uns am Zielpunkt der Regen. Dies bedeutete 2 Stunden steil bergab reiten im strömenden Regen bei rutschigem Terrain - naja ... Danach schnell eine heiße Dusche und ab in die Federn ausschwitzen. |
Etwas schlapp vom Ausritt mieteten wir am nächsten Tag Mountainbikes und radelten die Strasse Richtung Amazonasdschungel. Dass diese Strasse vorwiegend bergab führt, war für uns ideal. Die Fahrt entlang zahlreicher Wasserfälle auf einer Piste mitten durch die Anden war sehr eindrucksvoll. Die längste Seilbahn Ecuadors (Anm. von mir: wahrscheinlich auch die Einzige) kann hier bestaunt werden und wer genug Mut hat, kann sie auch benutzen. Durch kleine Dörfer, kreisende Adler und noch mehr Grün radelten wir bis zum "Pallon de Diablo". Dort hievten wir unsere Bikes auf einen Pickup und für 5 $ ging es wieder zurück (bergauf) nach Banos.
Wieder bei Kräften buchten wir anschließend noch eine Bergtour zum Altar.
Von Quito aus ging es zum absoluten Highlight unseres Urlaubs - nach Galapagos!
Ein recht netter Tagesausflug war San Antonio. Hier steht das Denkmal "Mitad del Mundo", das den Äquator markiert.
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Kussszene |
Ein kleines Dorf hat sich hier gebildet mit einigen Läden und Ausstellungen. Im Turm ist eine ethnische Ausstellung untergebracht, die sehenswert ist.
Von hier machten wir nochmals eine kleine Tour zum Kraterrand des Pululahua (dies wird in einigen Shops um US$ 14,-angeboten). Dieser Krater hat einen Durchmesser von 5km. Im Tal herrscht ein Mikroklima, das sehr fruchtbar ist. Sektenähnlich, abgeschieden von der Außenwelt, leben hier ein paar Hundert Indigena. Wir gingen an den Hängen des Krater entlang bis wir nach ca. 1 Stunde einen netten Rastplatz erreichten. Unterwegs erklärte unser Guide etliches von diesem Mikroklima und den Blüten und Pflanzen die hier unter diesen besonderen Bedingungen gedeihen.
*Das Wort Indio sollte tunlichst vermieden werden, da es als Abwertung empfunden wird. Richtigerweise sollte Indigena verwendet werden. <retour>
Links:
Reisebericht; Ecuadorline; Touranbieter; noch ein Touranbieter;
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